Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Die Zukunft der Gedenkarbeit.
 
Noch kurz vor Inkraftreten der verschärften Corona-Regelungen hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig auf Einladung des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd - Außenstelle  Koblenz - einen Vortrag zur Zukunft der Gedenkarbeit gehalten. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Ökumene-Im-Biss" gab Hennig am 10. März 2020 mit Blick auf den aktuellen Geschichtsrevisionismus der Rechten einen Überblick über die Geschichte der Gedenkarbeit seit dem Zweiten Weltkrieg und den jahrzehntelangen Kampf um die Deutungshoheit der NS-Geschichte. Anschließend stellte er die aktuellen Herausforderungen und Probleme der Gedenkarbeit heraus und versuchte, dafür Lösungen - für eine kleine Gedenkstätteninitiative wie unseren Förderverein Mahnmal Koblenz - zu entwerfen. In einer Nachbemerkung zeigte Hennig Aufgabenbereiche auf, in denen in den nächsten Jahren in Koblenz inhaltlich Gedenkarbeit geleistet werden sollte.
 
Lesen Sie HIER den Vortrag von Joachim Hennig: Verantwortung für das geschichtliche Erbe: Wie wird Gedenken in Zukunft aussehen?
 

Der 18. und der 19. März - heute und vor 75 Jahren

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist das Coronavirus die größte Herausforderung für unser Land.

Das Coronavirus ist und bleibt für längere Zeit noch das alles beherrschende Thema. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in ihrer ersten Fernsehansprache zur Corona-Krise am 18. März  2020 sehr deutlich gemacht. Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig hat in seiner "Schängel"-Reihe "Erinnerung an NS-Opfer" diese Rückbesinnung auf das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren zur Anlass genommen, an den "Nero-Befehl Hitlers zu erinnern. Der nach dem römischen Kaiser Nero (37 n.Chr. – 68 n.Chr.), dem man nachsagte, den Großen Brand von Rom im Jahr 64 n. Chr. selbst gelegt zu haben, benannte Erlass war der finale Zerstörungsbefehl. Er regelte „Zerstörungsmaßnahmen im Reichsgebiet“ und sollte nur noch "verbrannte Erde" zurücklassen. In ihm befahl der "GröFaZ" satirisch genannte "Größte Feldherr aller Zeiten":

"Ich befehle daher: 1. Alle militärischen Verkehrs-, Nachrichten-, Industrie- und Versorgungsanlagen sowie Sachwerte innerhalb des Reichsgebietes, die sich der Feind zur Fortsetzung seines Kampfes irgendwie sofort oder in absehbarer Zeit nutzbar machen kann, sind zu zerstören."

Zu unser aller Glück ist dieser Befehl nur zum Teil ausgeführt worden. Und acht Wochen später kam die Befreiung vom Hitler-Faschismus. Dann haben wir den Neuanfang bewältigt und  mehr oder minder erfolgreich diese Vergangenheit aufgearbeitet. Auch die Corona-Krise werden wir meistern. Wenn sich dann wieder die Brunnenvergifter von Rechts lauthals melden, sollten wir an diese verächtlichen Worte und den zerstörerischen Nationalsozialismus denken.

Lesen Sie HIER den Artikel "Der 18. und der 19. März - heute und vor 75 Jahren" von Joachim Hennig im "Schängel" - Ausgabe Nr. 13 - vom 25. März 2020.

Das ist in dieser Reihe zunächst der letzte Artikel von Joachim Hennig, weil der "Schängel" wegen der Corona-Krise vorübergehend sein Erscheinen eingestellt hat.


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