Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Tabubruch in Thüringen
 
In den letzten Tagen überstürzen sich die sehr schlechten Nachrichten für uns Demokraten. An allen Ecken und Enden sind die braunen geistigen und tatsächlichen Brandstifter am Werk und ihre Steigbügelhalter helfen ihnen dabei. Jetzt hat sich in Thüringen ein gänzlich unbekannter FDP-Landtagsabgeordneter, dessen FDP es mal gerade mit 70 Stimmen mehr in den Landtag geschafft hatte, zum Ministerpräsdidenten von Gnaden der AfD wählen lassen. Ein völlig sinnloser, übereitler Coup, der den Wählerwillen total verfälscht und vor allem Brandmauer nach rechts in Thüringen zum (vorübergehenden) Einsturz gebracht hat. Zum Glück für die Demokratie und uns Demokraten hat ein Sturm der Entrüstung, haben massenhafte Demonstrationen, eine riesige Medienschelte und auch die Wahl in Hamburg diesem Tabubruch Einhalt geboten. Die Demokraten besinnen sich eines besseren, raufen sich zusammen und isolieren die rechtsextremen Brandstifter. Fürs erste - und hoffentlich für immer - ist verhindert, dass die AfD die Politik in Deutschland - wo auch immer - maßgeblich mitgestaltet. 
 
Wohin eine solche Mitgestaltung der Landespolitik durch Rechtsextreme führt bzw. führen kann, hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig in seiner Artikelserie im "Schängel" über die "Erinnerung an NS-Opfer" zu "Thüringen im Winter" beschrieben.
 

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