Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Der internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020.

Zu dem diesjährigen internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gibt es viele Veranstaltungen im ganzen Land. Nur ein Teil davon dokumentiert wiederum der Landtag in seiner Broschüre zum 27. Januar 2020 - und diese ist so dick wie bisher noch nie:

Für den Landtag steht in diesem Jahr im inhaltlichen Fokus erstmals die Verfolgung der Homosexuellen. Anlass ist die Verschärfung des § 175 des Reichsstrafgesetzbuchs vor 85 Jahren. Die zentrale Gedenksitzung des Landtags findet am Montag, dem 27. Januar 2020, um 10.00 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen mit Abgeordneten, Regierungsmitgliedern und geladenen Gästen statt. Es sprechen Landtagspräsident Hendrik Hering und Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Gedenkrede hält der Historiker Professor Dr. Michael Schwartz vom Institut für Zeitgeschichte Berlin zur Verfolgung der Homosexuellen in der NS-Zeit.

Die Veranstaltungen zum Gedenktag an die NS-Opfer in Koblenz

Auch in Koblenz wird wie seit vielen Jahren der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Anlass ist hier die Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945.

Die Gedenkveranstaltungen, die auf den Seiten 53 und 54 der Landtagsbroschüre beschrieben werden,  beginnen mit der Ausstellung "Im Schatten von Auschwitz" der Bundeszentrale für politische Bildung und des Fotografen Mark Mühlhaus. Eröffnet wird die Fotoausstellung mit einem von unserem Förderverein erarbeiteten regionalen Teil mit zwölf NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung, die "nach dem Osten" in den Holocaust deportiert wurden, am Donnerstag, dem 23. Januar 2020, um 19.00 Uhr in der Citykirche am Jesuitenplatz.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung referiert der Berliner Historiker Dr. Andrej Angrick am Sonntag, dem 26. Januar 2020, um 11.00 Uhr im Historischen Rathaussaal am Jesuitenplatz über die "Aktion 1005". Das war der Tarnname für die "Geheime Reichssache" zur Spurenbeseitung der NS-Massenverbrechen 1942-1945. Dr. Angrick ist Fachmann auf dem Gebiet der Kriegsverbrechen der Wehrmacht und des Holocaust. 2018 veröffentlichte er sein zweibändiges Werk über die "Aktion 1005", das Grundlage seines Vortrages ist.

Am Montag, dem 27. Januar 2020, finden wieder die schon Tradition gewordenen Gedenkveranstaltungen statt: Um 17.30 Uhr die Statio am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Reichensperger Platz mit einem bundesweit organisierten "Beleuchtungs-Flashmob" am Mahnmal in der Zeit von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr.

Anschließend, gegen 18.00 Uhr, lädt unser Förderverein mit weiteren Vereinen und der Stadt Koblenz zur Gedenkstunde mit christlich-jüdischem Gebet in der Citykirche ein. Sprechen werden die Koblenzer Kulturdezernentin PD Dr. Margit Theis-Scholz und der Vorsitzende unseres Fördervereins Dr. Jürgen Schumacher. SchülerInnen des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums präsentieren eine Sprechmotette zur Erinnerung an und zum Nachdenken über die NS-Opfer aus Koblenz und die Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren.

Lesen Sie HIER den Vorbericht unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig über die Veranstaltungen im "Schängel" Ausgabe Nr. 3 vom 15. Januar 2020.

HIER den Artikel unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig über die Ausstellung "Im Schatten von Auschwitz" im "Schängel" Ausgabe Nr. 4 vom 22. Januar 2020.

HIER können Sie de Broschüre des Landtags herunterladen

Lesen Sie HIER das Booklet zur Ausstellung "Im Schatten von Auschwitz" der Bundeszentrale für politische Bildung

 

Auf in die neuen Zwanziger Jahre!
 
Die Rückblicke auf 2019 liegen hinter uns und die Weihnachts- und Neujahrsansprachen auch. Das Jahr 2020 und das ganze Jahrzehnt, die 2020er Jahre, haben wir vor uns. Lassen Sie uns mutig in die Zukunft schauen und kraftvoll das Jahr und das Jahrzehnt angehen. Dazu mahnt unser stellvertretender Vorsitzender in seinem ersten Artikel in der "Schängel"-Serie: "Erinnerung an NS-Opfer". Dabei blickt er auf Geschehnisse des letzten Jahres und vor 100 Jahren zurück und hofft auf zukünftig mehr Engagement: für eine freiheitliche, demokratische und rechtsstaatliche Ordnung in unserer Gesellschaft, in unserem Staat und auch in der Europäischen Union.
 
Lesen Sie HIER seinen Artikel: "Auf in die neuen Zwanziger Jahre" im "Schängel" Nr. 2 vom 8. Januar 2020.

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