Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Die "innere Front" im Zweiten Weltkrieg
 
Anfang September 2019 wurde vielerorts an die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges durch Hitler-Deutschland erinnert. Anlass war der Ausbruch dieses "Weltbrandes" am 1. September 1939, vor 80 Jahren. Vor allem in Polen wurde dieses Ereignisses gedacht.  Kein Thema in der Berichterstattung war, dass Hitler-Deutschland gleichzeitig auch gegen den "inneren Feind" mobil machte. Das begann etwa mit der Kriegsssonderstrafrechtsverordnung (KSSVO) und der Kriegsstrafverfahrensordnung. Beide datierten bereits vom 17. August 1938(!) und waren zurzeit der sog. Sudetenkrise erarbeitet worden. Die KSSVO war als "militärische Mobilmachungsmaßnahme auf dem Gebiet der Kriegsstrafrechtspflege" konzipiert. Ihre Aufgabe war der "Kampf gegen die Zersetzung des völkischen Wehrwillens". Besonders schwerwiegend und häufig angewandt war § 5 KSSVO, der die "Zersetzung der Wehrkraft" unter Strafe - generell Todesstrafe - stellte. Viele Todesurteile fällten dann nicht nur der Volksgerichtshof und das Reichskriegsgericht in Berlin, sondern auch die Sondergerichte vor Ort. Sie waren die mörderische "Panzertruppe der Rechtspflege".
 
Aber nicht nur mit justiziellen Mitteln führten die Nazis und ihre Helfer den Kampf gegen den "inneren Feind". Vielmehr gingen sie auch extralegal, mit den Mitteln der Gestapo, vor. Das geschah schon unmittelbar bei Kriegsbeginn mit der Verhaftung politischer Gegner, vor allem von Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern (soweit sie überhaupt noch auf freiem Fuß waren) bei der sog. A-Kartei-Aktion. Ihr lag die A-Kartei zugrunde, in der Personen geführt wurden, die unter Beobachtung der Gestapo standen. Ca. 850 von ihnen wurden in die Konzentrationslager verschleppt und dort vielfach bis zu ihrem Tod oder bis zum Kriegsende festgehalten.
 
In seiner Artikelserie über die "Erinnerung an NS-Opfer" hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig über den Kampf der Nazis gegen die "innere Front" berichtet. Dabei hat er auch Opfer der sog. A-Kartei-Aktion aus Koblenz und Umgebung kurz porträtiert.
 
Lesen Sie HIER den Artikel "Die 'innere Front' im Zweiten Weltkrieg" im "Schängel", Ausgabe Nr. 38, vom 18. September 2019.

 
Lesen Sie HIER den Artikel über den Koblenzer Sozialdemokraten und Gewerkschafter Johann Dötsch "Der SPD-Funktionär und Gewerkschafter Johann Dötsch" im "Schängel", Ausgabe Nr. 39, vom 25. September 2019.

 
Lesen Sie HIER den Artikel über den Höhr-Grenzhausener Kommunisten und Gewerkschafter Alfred Knieper "Der Kommunist, Gewerkschafter und Regierungsvizepräsident Alfred Knieper" im "Schängel", Ausgabe Nr. 40, vom 2. Oktober 2019.


 
Lesen Sie Hier den Artikel über den Wahlkoblenzer Gewerkschafter und Sozialdemokraten Carl Vollmerhaus "Carl Vollmerhaus - Gewerkschafter , Sozialdemokrat und 'Kotelett-Carl'" im "Schängel, Ausgabe Nr. 41, vom 9. Oktober 2019.
 

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