Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Antikriegstag am 1. September 2018 und Chemnitz
 
Aus aktuellem Anlass hat unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig in seiner Reihe "Erinnerung an NS.Opfer" im "Schängel" an den Antikriegstag am 1. September erinnert und gewisse Parallelen zu dem Schulterschluss der Rechten bei den Demonstrationen und Krawallen in Chemnitz und anderswo gezogen. Der Antikriegstag wurde in den 1950er Jahren von den Gewerkschaften ins Leben gerufen. Mit ihm erinnerte man unter der Parole "Nie wieder Krieg!" und auch "Nie wieder Faschismus!" an die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939.  Hennig rief diese Mahnung und den "Schwur von Buchenwald" ins Gedächtnis. Dort gelobten wenige Tage nach der Befreiung des Konzentrationslagers 21.000 ehemalige Häftlinge:

„Wir schwören (…) vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens: Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht! Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.“

Hennig stellte dazu fest, dass es nicht gelungen ist, den ersten Teil des „Schwurs“, auch den letzten Schuldigen vor den Richtern der Völker zu stellen, in die Tat umsetzen. Umso mehr geht es jetzt darum, dass der zweite Teil des „Schwurs“: „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln“ und der „Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“ Wirklichkeit wird. Gerade auch die Ereignisse in Chemnitz und anderswo muss uns alarmieren, dass der "braune Sumpf" wieder da ist und sich weiter ausbreitet. Dagegen müssen wir ("Wir sind mehr!") mit Macht ankämpfen - so Hennig -, damit Berlin nicht doch noch Weimar wird.

Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 36 vom 5. September 2018.

 


 

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