Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Straßenbenennungen - nach Koblenzer Widerstandskämpfern?
 
Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig setzt seine Reihe im "Schängel" über die Erinnerung an NS-Opfer auch im Sommer fort. In der neuen Folge beschäftigt er sich mit drei Benennungen von Koblenzer Straßen, die nach Darstellung des Stadtrates drei Widerstandskämpfern gewidmet sind. Hennig zeigt, dass alle drei ehemalige Stadträte (Maria Detzel, Veit Rummel und Helene Rothländer) keine Widerstandskämpfer bzw. Widerständler waren. Maria Detzel und Helene Rothländer - von Veit Rummel weiß man nur, dass er bei der Abstimmung im Stadtrat über die Ehrenbürgerschaft Hitlers von SA-Leuten aus dem Saal geführt wurde und dann einige Jahre später starb - waren vielmehr als ehemalige Mandatsträgerinnen von SPD und CDU kurzzeitig (vor allem im Rahmen der Aktion "Gewitter" nach dem 20. Juli 1944) in Gestapohaft. Hennig kritisiert, dass diese Straßenbenennungen wenig kompetent und auch parteilich erfolgten, denn Stadtverordnete der KPD, die wegen ihrer politischen Einstellung in Konzentrationslager verschleppt und misshandelt wurden, hatte man von einer Ehrung ausgeschlossen.
 
Lesen Sie HIER den Artikel im "Schängel" Nr. 29 vom 18. Juli 2018.

 

 


 

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