Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

4. Artikel in der "Schängel"-Serie "Erinnerung an NS-Opfer"
 
In der 4. Folge der Reihe des "Schängel" erzählt unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig die Geschichte des Hauses Landau in der Neustadt 4 am Deinhardplatz und seiner früheren Bewohner. Das Haus ist heute Teil des Neuen Justizzentrums (NJZ) Koblenz, das vor einigen Jahren auf dem Gelände der früheren Deinhard Sektkellerei errichtet wurde. Das NJZ ist gleichsam ein Anbau an das Haus Neustadt 4. Dies war seit ca. 1860 Wohnsitz der jüdischen Kaufmannsfamilie Heinrich Landau und dann seines Sohnes Dr. Edwin Landau und dessen Familie. Die Landaus lebten dort bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 als sehr geachtete Koblenzer Bürger, engagierten sich im gesellschaftlichen Leben der Stadt und waren insbesondere Förderer der Musik. Mit der "Machtergreifung" der Nazis begann für sie eine Zeit der Diskriminierung und Verfolgung. Mitte der 1930er Jahre war die Situation für den Amtsgerichtsrat a.D. Dr. Edwin Landau und seine Frau Julie so unerträglich, dass sie das Haus weit unter Wert verkauften und nach Berlin zu ihrer dort schon lebenden Tochter zogen. Aber auch in der Anonymität der Metropole Berlin wurden die Landaus ihres Lebens nicht mehr froh. Sie resignierten, die jüngere Generation emigrierte, die ältere starb, Juli Landau wählte den Freitod.
 
Lesen Sie HIER den Artikel vom "Schängel" - LokalAnzeiger für Koblenz und Umgebung - vom 24. Januar 2018
 


 

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